Allgemeine Geschäftsbedingungen für Beratungsleistungen

ProcessRoute Advisory

Stand: 29. Juni 2026

Teil A – Deutsche Fassung

Die deutsche Fassung ist maßgeblich.

1. Geltungsbereich

1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Beratungs-, Review-, Dokumentations-, Workshop- und sonstige Unterstützungsleistungen von ProcessRoute Advisory, Simon Braun, gegenüber Auftraggebern.

1.2 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne von § 14 BGB, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen. Leistungen gegenüber Verbrauchern werden nicht angeboten.

1.3 Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden nur Vertragsbestandteil, wenn ProcessRoute Advisory ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zustimmt.

1.4 Individuelle Vereinbarungen im jeweiligen Angebot, in einer gesonderten Vereinbarung oder in einem beiderseitig bestätigten Projektumfang haben Vorrang vor diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

2. Website, Kontaktaufnahme und Vertragsschluss

2.1 Die Darstellung der Leistungen auf der Website von ProcessRoute Advisory dient ausschließlich der allgemeinen Information und der Kontaktaufnahme. Sie stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar.

2.2 Über die Website kommt kein Vertrag zustande. Die Website enthält keine Buchungsfunktion, keine Preisangebote, keine Bestellmöglichkeit und keinen automatisierten Vertragsschluss.

2.3 Ein Vertrag kommt erst durch ein individuelles Angebot von ProcessRoute Advisory und dessen Annahme durch den Auftraggeber zustande, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wird.

2.4 Der konkrete Leistungsumfang, mögliche Arbeitsergebnisse, Termine, Vergütung, Reisekostenregelungen, Nutzungsrechte und sonstige projektspezifische Bedingungen ergeben sich aus dem individuellen Angebot oder einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung.

3. Leistungsgegenstand

3.1 ProcessRoute Advisory erbringt unabhängige technische Beratungsleistungen für B2B-Auftraggeber, insbesondere in den Bereichen Prozessimplementierung, Prozessstabilität, technische Sauberkeit, Reinraum-Prozessumgebungen, Defekt- und Inspektionsstrategie, strukturierte Problemanalyse sowie technische Dokumentation.

3.2 Die Leistungen können insbesondere technische Bewertungen, Prozess- oder Defekt-Reviews, Review Notes, Berichte, Präsentationen, Whitepaper, Workshop-Zusammenfassungen, Management-Zusammenfassungen oder andere technische Dokumente umfassen, soweit dies im individuellen Angebot vereinbart ist.

3.3 Arbeitsergebnisse, Dokumente, Präsentationen und sonstige Unterlagen sind, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist, Ergebnis einer Beratungs- und Unterstützungsleistung. ProcessRoute Advisory schuldet eine unabhängige, fachlich sorgfältige und evidenzbasierte Beratungsleistung, jedoch keinen bestimmten technischen, wirtschaftlichen, regulatorischen oder produktionstechnischen Erfolg.

3.4 Ein bestimmtes Arbeitsergebnis als abnahmepflichtiges Werk, ein bestimmter Umsetzungserfolg, eine Zertifizierung, Freigabe, behördliche Anerkennung oder ein messbarer Produktions- oder Qualitätsverbesserungserfolg wird nur geschuldet, wenn dies im individuellen Angebot ausdrücklich und konkret vereinbart ist.

3.5 ProcessRoute Advisory erbringt keine Rechts-, Steuer-, Finanz-, Versicherungs- oder behördliche Genehmigungsberatung. Soweit regulatorische, sicherheitsrelevante oder qualitätsbezogene Aspekte fachlich angesprochen werden, handelt es sich um technische Einschätzungen und Entscheidungsvorlagen, nicht um verbindliche Freigaben oder Compliance-Entscheidungen.

3.6 Die Umsetzung von Empfehlungen, die Freigabe von Produktionsprozessen, sicherheitsrelevante Entscheidungen, regulatorische Entscheidungen, Qualitätsfreigaben und operative Produktionsverantwortung verbleiben beim Auftraggeber, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist.

4. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

4.1 Der Auftraggeber stellt ProcessRoute Advisory rechtzeitig alle Informationen, Unterlagen, Daten, Randbedingungen, Ansprechpartner und Zugänge zur Verfügung, die zur Erbringung der vereinbarten Leistungen erforderlich sind.

4.2 Der Auftraggeber ist verantwortlich für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der von ihm bereitgestellten Informationen, soweit ProcessRoute Advisory deren Richtigkeit nicht ausdrücklich zu prüfen hat.

4.3 Verzögerungen, Mehraufwand oder Einschränkungen der Leistungserbringung, die aus unvollständigen, verspäteten oder fehlerhaften Informationen oder aus fehlender Mitwirkung des Auftraggebers entstehen, gehen nicht zulasten von ProcessRoute Advisory.

4.4 Der Auftraggeber bleibt verantwortlich für die Einhaltung interner Sicherheits-, Qualitäts-, Produktions-, Arbeitsschutz-, Datenschutz-, Geheimhaltungs-, Exportkontroll- und Compliance-Anforderungen in seinem Unternehmen.

4.5 Der Auftraggeber stellt sicher, dass die ProcessRoute Advisory bereitgestellten Informationen, Daten und Materialien für den vereinbarten Zweck verwendet werden dürfen und keine Rechte Dritter oder internen Beschränkungen des Auftraggebers entgegenstehen.

5. Vergütung, Reisekosten und Zahlungsbedingungen

5.1 Die Vergütung richtet sich nach dem individuellen Angebot. Je nach Projekt kann die Vergütung insbesondere als Stundenhonorar, Tagessatz, Festpreis, Pauschale oder Mischform vereinbart werden.

5.2 Alle Preise verstehen sich, sofern nicht anders angegeben, zuzüglich gesetzlich anfallender Umsatzsteuer, soweit diese auszuweisen ist.

5.3 Der vereinbarte Preis versteht sich exklusive etwaiger Reise-, Fahrt-, Übernachtungs- und sonstiger projektspezifischer Auslagen, soweit diese zur Erbringung der vertraglich vereinbarten Leistung erforderlich sind und im Angebot vereinbart oder vom Auftraggeber freigegeben wurden.

5.4 Rechnungen sind innerhalb von 14 Kalendertagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig. Für die Rechtzeitigkeit der Zahlung ist der Eingang des Rechnungsbetrags bei ProcessRoute Advisory maßgeblich.

5.5 ProcessRoute Advisory ist berechtigt, bei umfangreicheren Projekten Abschlagszahlungen, Vorauszahlungen oder Meilensteinrechnungen im individuellen Angebot zu vereinbaren.

5.6 Zeitbasierte Vergütung wird nach dem tatsächlich angefallenen und dokumentierten Aufwand berechnet, soweit im individuellen Angebot keine Pauschale oder Festpreisregelung vereinbart ist.

5.7 Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen.

6. Termine, Fristen und Änderungen des Leistungsumfangs

6.1 Termine und Fristen sind nur verbindlich, wenn sie im individuellen Angebot oder in einer gesonderten Vereinbarung ausdrücklich als verbindlich bezeichnet sind.

6.2 Verzögert sich die Leistungserbringung aufgrund fehlender Mitwirkung, verspäteter Informationen, geänderter Projektanforderungen oder sonstiger Umstände aus dem Verantwortungsbereich des Auftraggebers, verlängern sich vereinbarte Termine angemessen.

6.3 Änderungen oder Erweiterungen des vereinbarten Leistungsumfangs bedürfen einer Abstimmung zwischen den Parteien. Entsteht dadurch zusätzlicher Aufwand, kann ProcessRoute Advisory diesen gesondert anbieten und berechnen.

6.4 Werden vereinbarte Termine, Workshops oder Vor-Ort-Einsätze auf Wunsch des Auftraggebers verschoben oder abgesagt, sind bereits erbrachte Vorbereitungsleistungen, angefallene freigegebene Auslagen sowie vereinbarte und nicht mehr stornierbare Kosten zu vergüten, soweit im individuellen Angebot nichts anderes geregelt ist.

7. Nutzungsrechte an Arbeitsergebnissen

7.1 Soweit im individuellen Angebot nichts anderes vereinbart ist, erhält der Auftraggeber nach vollständiger Zahlung der vereinbarten Vergütung ein einfaches, zeitlich unbeschränktes Recht, die für ihn erstellten Arbeitsergebnisse intern für eigene geschäftliche Zwecke zu nutzen.

7.2 Eine Veröffentlichung, Weitergabe an Dritte, kommerzielle Weiterverwendung, Bearbeitung für externe Zwecke oder Nutzung in Marketing-, Vertriebs- oder Schulungsunterlagen des Auftraggebers ist nur mit vorheriger Zustimmung von ProcessRoute Advisory zulässig, sofern dies nicht bereits im Angebot ausdrücklich vereinbart wurde.

7.3 Der Auftraggeber darf Arbeitsergebnisse innerhalb seines Unternehmens an Personen weitergeben, die diese für den vereinbarten Projektzweck benötigen, sofern die Vertraulichkeit gewahrt bleibt. Eine Weitergabe an verbundene Unternehmen, externe Berater, Kunden, Lieferanten, Behörden, Auditoren oder sonstige Dritte bedarf einer entsprechenden Regelung im Angebot oder der vorherigen Zustimmung von ProcessRoute Advisory.

7.4 Methoden, allgemeines Fachwissen, Vorlagen, Strukturierungsansätze, Hintergrund-Know-how und nicht kundenspezifische Arbeitshilfen von ProcessRoute Advisory verbleiben bei ProcessRoute Advisory.

7.5 Entwürfe, Zwischenstände, interne Arbeitsnotizen und nicht final freigegebene Arbeitsergebnisse dürfen nur zur internen Abstimmung im jeweiligen Projekt verwendet werden.

7.6 Eine Kennzeichnung, Veränderung oder Verwendung von Arbeitsergebnissen in einer Weise, die den fachlichen Aussagegehalt verfälscht oder eine nicht freigegebene Aussage von ProcessRoute Advisory nahelegt, ist nicht zulässig.

8. Vertraulichkeit

8.1 Die Parteien behandeln vertrauliche Informationen, die ihnen im Rahmen der Zusammenarbeit zugänglich werden, vertraulich und verwenden diese nur zur Durchführung des jeweiligen Vertrags.

8.2 Vertrauliche Informationen sind insbesondere technische, wirtschaftliche, organisatorische, prozessbezogene, produktbezogene oder projektbezogene Informationen, die als vertraulich gekennzeichnet sind oder deren Vertraulichkeit sich aus den Umständen ergibt.

8.3 Keine vertraulichen Informationen sind Informationen, die öffentlich bekannt sind, ohne Verstoß gegen eine Vertraulichkeitspflicht öffentlich bekannt werden, der empfangenden Partei bereits rechtmäßig bekannt waren oder von ihr unabhängig entwickelt wurden.

8.4 Gesonderte Vertraulichkeitsvereinbarungen oder Non-Disclosure Agreements zwischen den Parteien haben Vorrang vor dieser Regelung.

8.5 Gesetzliche Offenlegungspflichten bleiben unberührt. Die betroffene Partei wird die andere Partei, soweit rechtlich zulässig, vor einer Offenlegung informieren.

8.6 Soweit keine gesonderte Vertraulichkeitsvereinbarung besteht, gilt die Vertraulichkeitspflicht für die Dauer des jeweiligen Vertrags und für fünf Jahre nach dessen Beendigung fort. Geschäftsgeheimnisse und Informationen, die ihrer Natur nach dauerhaft geheimhaltungsbedürftig sind, bleiben darüber hinaus geschützt, solange sie nicht rechtmäßig öffentlich bekannt geworden sind.

9. Haftung

9.1 ProcessRoute Advisory haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

9.2 Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet ProcessRoute Advisory nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber regelmäßig vertrauen darf.

9.3 In den Fällen einfacher Fahrlässigkeit nach Ziffer 9.2 ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

9.4 ProcessRoute Advisory haftet nicht für Entscheidungen, Maßnahmen, Freigaben, Produktionsanpassungen, Investitionen oder sonstige Umsetzungen des Auftraggebers, soweit diese über die vereinbarte Beratungsleistung hinausgehen und vom Auftraggeber eigenverantwortlich getroffen oder durchgeführt werden.

9.5 Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

9.6 Zwingende gesetzliche Haftungstatbestände bleiben unberührt.

10. Höhere Gewalt und Leistungshindernisse

10.1 Ereignisse höherer Gewalt oder sonstige unvorhersehbare, unvermeidbare und außerhalb des Einflussbereichs der betroffenen Partei liegende Ereignisse entbinden die betroffene Partei für die Dauer der Störung und im Umfang ihrer Wirkung von ihren Leistungspflichten.

10.2 Dies gilt insbesondere für erhebliche Betriebsstörungen, behördliche Maßnahmen, Naturereignisse, Ausfälle von Kommunikations- oder Energieinfrastruktur, Krankheit, Reisebeschränkungen oder sonstige vergleichbare Ereignisse, soweit sie die Leistungserbringung wesentlich beeinträchtigen.

10.3 Die Parteien werden sich in einem solchen Fall unverzüglich informieren und angemessene Anpassungen der Projektplanung abstimmen.

11. Beendigung und Vergütung bereits erbrachter Leistungen

11.1 Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

11.2 Soweit im individuellen Angebot keine ordentliche Kündigungsmöglichkeit vereinbart ist, kann ein fest vereinbartes Projekt nur nach Maßgabe der gesetzlichen Regelungen oder aus wichtigem Grund beendet werden.

11.3 Wird ein Projekt vor vollständiger Leistungserbringung beendet, sind die bis zum Beendigungszeitpunkt bereits erbrachten Leistungen, angefallene freigegebene Auslagen sowie vereinbarte und nicht mehr stornierbare Kosten zu vergüten, soweit die Beendigung nicht von ProcessRoute Advisory zu vertreten ist.

11.4 Weitere Einzelheiten zur Kündigung, Stornierung oder Projektbeendigung können im individuellen Angebot geregelt werden.

12. Referenznennung

12.1 ProcessRoute Advisory ist nicht berechtigt, den Auftraggeber, dessen Projekte, Produkte, Daten oder Arbeitsergebnisse öffentlich als Referenz zu nennen, sofern der Auftraggeber dem nicht vorher ausdrücklich zugestimmt hat.

12.2 Eine anonymisierte Beschreibung von Erfahrungswerten oder generischen Kompetenzbereichen bleibt zulässig, soweit daraus kein Rückschluss auf den Auftraggeber, dessen Produkte, Prozesse oder vertrauliche Informationen möglich ist.

13. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

13.1 Für Verträge zwischen ProcessRoute Advisory und dem Auftraggeber gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

13.2 Ist der Auftraggeber Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand, soweit gesetzlich zulässig, das für den Geschäftssitz von ProcessRoute Advisory zuständige Gericht.

13.3 ProcessRoute Advisory bleibt berechtigt, Ansprüche auch am allgemeinen Gerichtsstand des Auftraggebers geltend zu machen.

14. Verjährung

14.1 Für Ansprüche der Parteien gelten die gesetzlichen Verjährungsfristen, soweit nicht im individuellen Angebot oder in einer gesonderten Vereinbarung ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist.

14.2 Zwingende gesetzliche Verjährungsregelungen bleiben unberührt.

15. Unsicherheit, Zahlungsverzug und Leistungsaussetzung

15.1 Wird nach Vertragsschluss erkennbar, dass der Anspruch von ProcessRoute Advisory auf die vereinbarte Vergütung durch mangelnde Leistungsfähigkeit des Auftraggebers gefährdet ist, ist ProcessRoute Advisory berechtigt, die weitere Leistungserbringung bis zur Zahlung oder bis zur Stellung einer angemessenen Sicherheit zu verweigern.

15.2 Dasselbe gilt, wenn sich der Auftraggeber mit fälligen Zahlungen in Verzug befindet oder vereinbarte Vorauszahlungen, Abschlagszahlungen oder Meilensteinzahlungen nicht fristgerecht leistet.

15.3 ProcessRoute Advisory kann dem Auftraggeber in diesen Fällen eine angemessene Frist zur Zahlung oder Sicherheitsleistung setzen. Erfolgt die Zahlung oder Sicherheitsleistung nicht innerhalb dieser Frist, ist ProcessRoute Advisory berechtigt, den Vertrag ganz oder teilweise zu beenden, soweit gesetzlich zulässig.

15.4 Weitergehende gesetzliche Rechte bleiben unberührt.

16. Elektronische Kommunikation und Textform

16.1 Die Parteien können Erklärungen im Zusammenhang mit Angebot, Annahme, Projektabstimmung, Leistungsänderungen und sonstiger Vertragsdurchführung in Textform, insbesondere per E-Mail, abgeben, soweit nicht gesetzlich oder individuell eine strengere Form vereinbart ist.

16.2 Der Auftraggeber ist verpflichtet, ProcessRoute Advisory Änderungen seiner für die Vertragsdurchführung relevanten Kontaktdaten unverzüglich mitzuteilen.

16.3 Rechtserhebliche Mitteilungen gelten als zugegangen, wenn sie an die zuletzt vom jeweiligen Vertragspartner mitgeteilte Kontaktadresse übermittelt wurden, soweit der Absender den Zugang nachweisen kann oder der Zugang nach den Umständen erwartet werden durfte.

17. Schlussbestimmungen

17.1 Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung gelten die gesetzlichen Regelungen.

17.2 Änderungen und Ergänzungen des jeweiligen Vertrags bedürfen der Textform, soweit nicht eine strengere Form gesetzlich vorgeschrieben oder individuell vereinbart ist.

17.3 Die jeweils aktuelle Fassung dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist auf der Website von ProcessRoute Advisory abrufbar. Für den einzelnen Vertrag gilt die Fassung, die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses wirksam in den Vertrag einbezogen wurde.

Teil B – English Translation

Convenience translation only. In case of conflict, the German version prevails.

General Terms and Conditions for Advisory Services

ProcessRoute Advisory

Date: 29 June 2026

1. Scope

1.1 These General Terms and Conditions apply to advisory, review, documentation, workshop and other support services provided by ProcessRoute Advisory, Simon Braun, to clients.

1.2 These General Terms and Conditions apply exclusively to entrepreneurs within the meaning of Section 14 of the German Civil Code, legal persons under public law and special funds under public law. Services to consumers are not offered.

1.3 Deviating, conflicting or supplementary terms and conditions of the client shall become part of the contract only if ProcessRoute Advisory expressly agrees to their application in text form.

1.4 Individual agreements in the respective offer, in a separate agreement or in a mutually confirmed project scope shall take precedence over these General Terms and Conditions.

2. Website, Contact Initiation and Contract Formation

2.1 The presentation of services on the ProcessRoute Advisory website is for general information and contact initiation only. It does not constitute a legally binding offer.

2.2 No contract is concluded through the website. The website does not contain a booking function, price offers, ordering option or automated contract conclusion.

2.3 A contract is concluded only through an individual offer by ProcessRoute Advisory and acceptance of that offer by the client, unless expressly agreed otherwise.

2.4 The specific scope of services, possible work results, timelines, fees, travel cost arrangements, rights of use and other project-specific terms are defined in the individual offer or in a separate written agreement.

3. Subject Matter of Services

3.1 ProcessRoute Advisory provides independent technical advisory services to B2B clients, in particular in the fields of process implementation, process stability, technical cleanliness, cleanroom process environments, defect and inspection strategy, structured problem analysis and technical documentation.

3.2 The services may include, in particular, technical assessments, process or defect reviews, review notes, reports, presentations, whitepapers, workshop summaries, management summaries or other technical documents, where agreed in the individual offer.

3.3 Work results, documents, presentations and other materials are, unless expressly agreed otherwise, results of advisory and support services. ProcessRoute Advisory owes an independent, professionally careful and evidence-based advisory service, but does not owe a specific technical, economic, regulatory or production-related result.

3.4 A specific work result requiring acceptance, a specific implementation result, certification, approval, official recognition or measurable production or quality improvement result is owed only if expressly and specifically agreed in the individual offer.

3.5 ProcessRoute Advisory does not provide legal, tax, financial, insurance or official permitting advice. Where regulatory, safety-relevant or quality-related aspects are addressed from a technical perspective, they constitute technical assessments and decision support, not binding approvals or compliance decisions.

3.6 The implementation of recommendations, release of production processes, safety-relevant decisions, regulatory decisions, quality releases and operational production responsibility remain with the client, unless expressly agreed otherwise.

4. Client Cooperation Duties

4.1 The client shall provide ProcessRoute Advisory in good time with all information, documents, data, boundary conditions, contacts and access required to perform the agreed services.

4.2 The client is responsible for the completeness, correctness and currentness of the information provided by the client, unless ProcessRoute Advisory is expressly required to verify such information.

4.3 Delays, additional effort or limitations in service performance resulting from incomplete, delayed or incorrect information or missing cooperation by the client shall not be attributable to ProcessRoute Advisory.

4.4 The client remains responsible for compliance with internal safety, quality, production, occupational health and safety, data protection, confidentiality, export control and compliance requirements within its organization.

4.5 The client shall ensure that information, data and materials provided to ProcessRoute Advisory may be used for the agreed purpose and that no third-party rights or internal restrictions of the client prevent such use.

5. Fees, Travel Costs and Payment Terms

5.1 The fee is based on the individual offer. Depending on the project, the fee may be agreed as an hourly rate, daily rate, fixed project fee, lump sum or mixed model.

5.2 Unless otherwise stated, all prices are exclusive of any statutory value added tax to the extent such tax must be shown.

5.3 The agreed price does not include any travel, transportation, accommodation or other project-specific expenses to the extent these are required for the performance of the contractually agreed service and have been agreed in the offer or approved by the client.

5.4 Invoices are payable within 14 calendar days from the invoice date without deduction. Timely payment is determined by receipt of the invoice amount by ProcessRoute Advisory.

5.5 For larger projects, ProcessRoute Advisory may agree advance payments, partial payments or milestone invoices in the individual offer.

5.6 Time-based fees are charged based on the actual and documented effort incurred, unless a lump sum or fixed-price arrangement is agreed in the individual offer.

5.7 In the event of default in payment, the statutory provisions shall apply.

6. Dates, Deadlines and Changes to Scope

6.1 Dates and deadlines are binding only if they are expressly designated as binding in the individual offer or in a separate agreement.

6.2 If service performance is delayed due to missing cooperation, delayed information, changed project requirements or other circumstances within the client’s area of responsibility, agreed dates shall be extended appropriately.

6.3 Changes or extensions to the agreed scope of services require coordination between the parties. If this results in additional effort, ProcessRoute Advisory may offer and charge such effort separately.

6.4 If agreed meetings, workshops or on-site assignments are postponed or cancelled at the client’s request, services already performed for preparation, approved expenses incurred and agreed non-cancellable costs shall be paid, unless otherwise set out in the individual offer.

7. Rights of Use to Work Results

7.1 Unless otherwise agreed in the individual offer, the client receives, after full payment of the agreed fee, a non-exclusive, unlimited-in-time right to use the work results created for the client internally for the client’s own business purposes.

7.2 Publication, disclosure to third parties, commercial reuse, editing for external purposes or use in marketing, sales or training materials of the client is permitted only with the prior consent of ProcessRoute Advisory, unless expressly agreed in the offer.

7.3 The client may disclose work results within its organization to persons who require them for the agreed project purpose, provided that confidentiality is maintained. Disclosure to affiliated companies, external advisors, customers, suppliers, authorities, auditors or other third parties requires a corresponding provision in the offer or prior consent by ProcessRoute Advisory.

7.4 Methods, general technical knowledge, templates, structuring approaches, background know-how and non-client-specific work aids of ProcessRoute Advisory remain with ProcessRoute Advisory.

7.5 Drafts, interim versions, internal working notes and work results not finally released may be used only for internal coordination within the respective project.

7.6 Work results may not be labelled, modified or used in a manner that distorts their technical meaning or suggests a statement by ProcessRoute Advisory that has not been approved.

8. Confidentiality

8.1 The parties shall treat confidential information made available to them in the course of the cooperation as confidential and use it only for the performance of the respective contract.

8.2 Confidential information includes, in particular, technical, commercial, organizational, process-related, product-related or project-related information that is marked as confidential or whose confidentiality follows from the circumstances.

8.3 Confidential information does not include information that is publicly known, becomes publicly known without breach of a confidentiality obligation, was already lawfully known to the receiving party or was independently developed by the receiving party.

8.4 Separate confidentiality agreements or non-disclosure agreements between the parties shall take precedence over this provision.

8.5 Statutory disclosure obligations remain unaffected. To the extent legally permissible, the affected party shall inform the other party before disclosure.

8.6 To the extent no separate confidentiality agreement exists, the confidentiality obligation applies for the duration of the respective contract and continues for five years after its termination. Trade secrets and information that by their nature require permanent confidentiality remain protected beyond that period for as long as they have not lawfully become public.

9. Liability

9.1 ProcessRoute Advisory is liable without limitation for intent and gross negligence as well as for injury to life, body or health.

9.2 In cases of simple negligence, ProcessRoute Advisory is liable only for breach of material contractual obligations. Material contractual obligations are obligations whose fulfilment is essential for the proper performance of the contract and on whose compliance the client may regularly rely.

9.3 In cases of simple negligence under Section 9.2, liability is limited to the typical and foreseeable damage.

9.4 ProcessRoute Advisory is not liable for decisions, measures, releases, production adjustments, investments or other implementations by the client to the extent these go beyond the agreed advisory service and are made or carried out by the client under its own responsibility.

9.5 Any further liability is excluded to the extent permitted by law.

9.6 Mandatory statutory liability remains unaffected.

10. Force Majeure and Performance Obstacles

10.1 Events of force majeure or other unforeseeable, unavoidable events outside the affected party’s control release the affected party from its performance obligations for the duration of the disruption and to the extent of its effect.

10.2 This applies in particular to significant operational disruptions, official measures, natural events, failures of communication or energy infrastructure, illness, travel restrictions or other comparable events, to the extent they materially impair service performance.

10.3 In such a case, the parties shall inform each other without undue delay and agree appropriate adjustments to the project planning.

11. Termination and Payment for Services Already Performed

11.1 The right to terminate for good cause remains unaffected.

11.2 Unless an ordinary termination right is agreed in the individual offer, a fixed project may be terminated only in accordance with statutory provisions or for good cause.

11.3 If a project is terminated before complete performance, the services already performed up to the time of termination, approved expenses incurred and agreed non-cancellable costs shall be paid, unless the termination is attributable to ProcessRoute Advisory.

11.4 Further details on termination, cancellation or project ending may be set out in the individual offer.

12. Reference Use

12.1 ProcessRoute Advisory is not entitled to publicly name the client, its projects, products, data or work results as a reference unless the client has given prior express consent.

12.2 An anonymized description of experience or generic competence areas remains permitted, provided that no conclusion can be drawn about the client, its products, processes or confidential information.

13. Applicable Law and Place of Jurisdiction

13.1 Contracts between ProcessRoute Advisory and the client are governed by the law of the Federal Republic of Germany, excluding the UN Convention on Contracts for the International Sale of Goods.

13.2 If the client is a merchant, a legal person under public law or a special fund under public law, the exclusive place of jurisdiction, to the extent permitted by law, is the court competent for the registered office of ProcessRoute Advisory.

13.3 ProcessRoute Advisory remains entitled to assert claims also at the client’s general place of jurisdiction.

14. Limitation Periods

14.1 The statutory limitation periods apply to claims of the parties, unless expressly agreed otherwise in the individual offer or in a separate agreement.

14.2 Mandatory statutory limitation provisions remain unaffected.

15. Uncertainty, Default in Payment and Suspension of Services

15.1 If, after conclusion of the contract, it becomes apparent that ProcessRoute Advisory’s claim to the agreed fee is endangered by the client’s lack of ability to perform, ProcessRoute Advisory is entitled to refuse further performance until payment is made or adequate security is provided.

15.2 The same applies if the client is in default with due payments or does not make agreed advance payments, partial payments or milestone payments on time.

15.3 In such cases, ProcessRoute Advisory may set the client a reasonable deadline for payment or provision of security. If payment or security is not provided within that deadline, ProcessRoute Advisory is entitled to terminate the contract in whole or in part to the extent permitted by law.

15.4 Further statutory rights remain unaffected.

16. Electronic Communication and Text Form

16.1 The parties may make declarations in connection with offers, acceptance, project coordination, changes to services and other contract performance in text form, in particular by email, unless a stricter form is required by law or individually agreed.

16.2 The client shall inform ProcessRoute Advisory without undue delay of any changes to its contact details relevant for contract performance.

16.3 Legally relevant communications shall be deemed received if sent to the last contact address communicated by the respective contractual partner, provided that the sender can prove receipt or receipt could be expected under the circumstances.

17. Final Provisions

17.1 If individual provisions of these General Terms and Conditions are or become invalid or unenforceable, the validity of the remaining provisions shall remain unaffected. The statutory provisions shall apply in place of the invalid or unenforceable provision.

17.2 Amendments and supplements to the respective contract require text form unless a stricter form is required by law or individually agreed.

17.3 The current version of these General Terms and Conditions is available on the ProcessRoute Advisory website. For the individual contract, the version effectively included in the contract at the time of contract conclusion shall apply.